Bei der Fortschreibung des Nahverkehrsplans sollten die Orte verstärkt berücksichtigt werden

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ein dem Bedarf angepasster ÖPNV (öffentlicher Personennahverkehr) ist der Schlüssel für die weitere Entwicklung unserer ländlichen Räume. Der Kreis Euskirchen hat die Aufgabe, den ÖPNV zu gestalten, aber auch zu finanzieren, er ist somit "Aufgabenträger für den ÖPNV". Zur Sicherung und zur Verbesserung des ÖPNV stellt er einen Nahverkehrsplan (NVP) auf, der mit den Kommunen abgestimmt wird.

Bei der derzeitigen Überplanung des NVP heißt es also „aufgepasst", zumal wir im Stadtgebiet bislang nur Busverkehre haben.

Zülpicher Linien sind zum einen der Schnellbus SB 98, die Regionalverkehrslinien 810, 811 und 298, die Taxi-Bus-Verkehre und die Anruf-Sammeltaxis.

Für die Zülpicher Bevölkerung sollte in der Weiterentwicklung des ÖPNV das gegenwärtige ÖPNV-Angebot im Busverkehr quantitativ auf derzeitigem Niveau unter Sicherung des aktuellen Finanzrahmens gewährleistet bleiben.

Abkopplungen von Ortsteilen ohne gleichwertigen Ersatz können wir aus gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und auch schulpädagogischer Sichtweise nicht zustimmen.

Zülpich ist eine Flächengemeinde, die im hohen Maße dadurch geprägt ist, dass die einzelnen Ortsteile mit der Kernstadt verbunden sind. Dafür ist eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur die wichtigste Voraussetzung.

Ein attraktiver Schulstandort Zülpich kann auf Dauer nur dann Bestand haben, wenn auch optimale Buslinien-Verbindungen bestehen bleiben.

Die Stadt Zülpich bewirbt sich aktuell mit einigen Nachbarkommunen als LEADER-Region „Zülpicher Börde". Das Thema Mobilität im ländlichen Raum wird auch hier eine zentrale Position einnehmen.

Es dürfte allgemeiner Konsens sein, dass die Zukunftsfähigkeit der Ortschaften stark davon abhängen wird, in wie weit wir jungen Menschen im ländlichen Raum Lebensqualität durch entsprechende Freizeitgestaltung bieten können. Hier nimmt der ÖPNV eine Schlüsselfunktion ein, zumal in der Kernstadt die zentralen Freizeitangebote im Stadtgebiet vorgehalten werden. Angebotsverbesserungen (Vertaktungen, Anschlusssicherheit, Spät- und Wochenendverkehr) wären aus unserer Sicht im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten anzustreben.

Die Verwaltung sollte daher die Überplanung der anstehenden Nahverkehrsplanung gemeinsam und zeitnah mit der Politik vornehmen.

Für die CDU-Fraktion

Ihre stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden
Sascha Scharmach und Leo Wolter

ju

Detlef Seif Link

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Sabine Verheyen

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