Liebe Bürgerinnen und Bürger,

da jährlich im Kreisgebiete 500 bis 1000 Wohneinheiten nach Expertenmeinung zu wenig gebaut werden, ist damit die Situation im geförderten Wohnungsbau ebenfalls seit Jahren angespannt.
Wie Sie sicherlich aus der Lokalpresse/sonstigen Medien erfahren konnten, startete der Kreis Euskirchen am 8. Oktober im Seeparkgebäude das "Bündnis für Wohnen" im Kreisgebiet.

Hintergrund zum Bündnis für Wohnen ist ein gemeinsamer Antrag der Kreistags-Fraktionen CDU und SPD an den Kreistag.
Mit dieser Initiative "Schaffung von ausreichendem, bedarfsgerechtem und öffentlich finanziertem Wohnraum" möchte man einen konkreten Beitrag vor allem im Interesse der einkommensschwächeren Mitbürgerinnen und Mitbürger leisten.

Das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum legt seinen Schwerpunkt auf den Dialog mit den Kommunen. Allerdings gibt es hierbei viele Hürden zu nehmen.

Zunächst gilt es, die grundsätzliche Bereitschaft der kreisangehörigen Kommunen zur Mitarbeit in einem solchen Bündnis zu wecken und abzufragen. So dürfte die kommunale Wohnraumpolitik in den 11 kreisangehörigen Kommunen sehr unterschiedlich ausfallen.
Dabei sind nicht nur der begünstigte Personenkreis in jeder einzelnen Kommune von Bedeutung, sondern beim öffentlich geförderten Wohnungsbau u. a. die Höhe der Miete bei Erstbezug ausschlaggebend.

So unterscheidet der Gesetzgeber vier Mietstufen (M 1 bis M 4) und nach Einkommensgruppen A und B.

Die Stadt Zülpich fällt in die Mietniveau-Stufe M 2 (Miete von 5,00 €/m2 bzw. 5,85 €/m2), während Weilerswist, Euskirchen oder Erftstadt in der Stufe M 3/M 4 (Mietpreis von 5,55 €/m2 bis 7,00 €/m2) zu finden sind.

Problem ist aber ja, dass die aktuell bestehenden Regelungen im geförderten sozialen Wohnungsbau - und speziell aufgrund der Einstufungen der Stadt Zülpich - für Investoren uninteressant sind.

Die Mietpreisbindung, die Darlehenssumme und der Tilgungsnachlass sind bei der für die Stadt Zülpich vorgenommen Einstufung eine für Investoren abschreckende Hürde.
Uns bleibt allenfalls die Möglichkeit, planungsrechtlich Flächen für Mehrgeschosswohnungsbau auszuweisen. Hierauf werden die Investoren aber bei der geschilderten Lage nicht für den Sozialen Wohnungsbau zurückgreifen.
Vorrangig ist daher der Gesetzgeber gefordert, die Rahmenbedingungen zu optimieren.
Mit freundlichen Grüßen

Ihre CDU-Fraktion im Rat der Stadt Zülpich

 

© 2011 CDU-Zülpich · Impressum / Haftungsausschluss