Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wie bei der übrigen Presse, so gibt es auch im Kommunalen das übliche "Sommerloch". Viele Aufträge für Maßnahmen an städtischen Gebäuden sind erteilt; sie werden vor allem an den Schulen in den Sommerferien abgearbeitet.
Zu zahlreichen städtischen Projekten stehen noch Entscheidungen an, hierüber wird in den Fachausschüssen voraussichtlich im Herbst entschieden.

Daher widmen wir uns diesmal dem Thema "Klimaveränderung".

Auch in unserer Region kann man den Klimawandel und die Gefährdung der Artenvielfalt, insbesondere der Insekten, nicht leugnen.

Unsere Natur als Lebensgrundlage zu bewahren, dürfte unter anderem unserer Selbsterhaltung dienen! Wir sind somit auch im kommunalen Bereich in der Pflicht, in einigen "Bereichen" umzudenken.

Viel zu oft beobachtet man z. B., dass wir als Verbraucher auf der einen Seite für Nahrungsmittel nicht viel zahlen wollen, oftmals sogar die Wertschätzung verloren haben, aber auf der anderen Seite hohe Umweltstandards gewahrt wissen wollen.

Die hiesige landwirtschaftliche Erzeugung regionaler, hochwertiger Nahrungsmittel kann mit der Produktion in Osteuropa oder in Billiglohnländern in keiner Weise konkurrieren.

Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist fester Bestandsteil christlich-demokratischer Politik, ebenso die Pflicht, unseren Nachkommen eine Welt zu hinterlassen, die auch morgen noch lebenswert ist. Umwelt- und Klimaschutz bedeutet auch, viele Chancen für neue Arbeitsplätze.

Was heißt dies an einem konkreten Beispiel:

Wir möchten mehr Artenvielfalt auf städtischen Flächen. Die CDU-Fraktion stellte daher im Fachausschuss den Antrag, den Randstreifen des Parkplatzes (Hanglage) an der Martinstraße, den die CDU-Zülpich seit Jahren ehrenamtlich pflegt, für eine solche Maßnahme zu nutzen. Hierzu müsste der Hang des Parkplatzes mit Mutterboden aufgefüllt werden; nur dann kann ein Blühstreifen nachhaltig gedeihen.

Zusätzlich möchten wir überprüft wissen, auf welchen städtischen Grünflächen/minderwertigen Ackerflächen sich weitere Blühstreifen oder Blumenwiesen einrichten lassen. Dies soll nicht ohne ökologische Fachberatung geschehen.

Die Verwaltung wurde daher gebeten, mit der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft in Bonn und den Biologischen Stationen in Nettersheim und Düren Kontakt aufzunehmen.

Möge bald ein kühler Regenguss unseren Pflanzen die langersehnte Feuchtigkeit bringen.
Ihre CDU-Fraktion im Rat der Stadt Zülpich

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